Ideenquelle, Rechtsberatung & Leitungstipps für Erzieherinnen & Leiterinnen in Tageseinrichtungen für Kinder

Kreative Ecke


Verkehrte Welt: Nachmachen einmal anders

Kindern macht es Spaß, andere nachzuahmen. Doch bei diesem Bewegungsspiel ist das Gegenteil gefragt. So fördert das Spiel nicht nur die Motorik, sondern auch Konzentration und Kreativität.

Und so geht’s

Gehen Sie mit den Kindern am besten in den Bewegungsraum, oder nutzen Sie, wenn es das Wetter zulässt, den Garten dazu. Ein Kind wird ausgewählt. Es darf eine Bewegung vorgeben. Alle anderen beobachten es genau. Anschließend sollen alle anderen Kinder die Bewegung nachmachen – aber genau umgekehrt.
Läuft das Kind schnell, beginnen die anderen zu schleichen. Geht das Kind auf Zehenspitzen, machen sich die anderen klein und gehen in der Hocke. Lässt das Kind die Arme schnell kreisen, verschränken die anderen ihre Arme vor der Brust. Nach 3 vorgemachten Bewegungen wählt das Kind, das die Bewegungen vorgibt, ein anderes Kind aus, das nun Bewegungen vormachen darf.

Tipp: Oft gibt es mehrere Möglichkeiten, das Gegenteil einer Bewegung darzustellen. Wählen Sie mit den Kindern gemeinsam das Kind aus, das die Umkehrbewegung am Originellsten umgesetzt hat. Dieses Kind darf anschließend der nächste „Vorführer“ sein.

Das Gummibärchen-Boot –ein Experiment
In einem leeren Glas ist nichts drin. Stimmt das wirklich? Dem können Sie gemeinsam mit den Kindern anhand dieses Experiments auf den Grund gehen.

Das wird gebraucht

  • 1 Wanne mit Wasser
  • Schraubverschluss einer Plastikflasche
  • 2 Gummibärchen
  • 1 leeres Trinkglas

So wird’s gemacht

Setzen Sie gemeinsam mit den Kindern den Schraubverschluss als „Boot“ in die Wasserwanne. Nun werden die beiden Gummibärchen als „Passagiere“ in das Boot gesetzt. Zeigen Sie den Kindern nun das leere Trinkglas, und fragen Sie, was in dem Glas ist. Die Kinder werden sicherlich glauben, dass sich darin nichts befindet.

Nun stülpen Sie das Trinkglas verkehrt herum über das Gummibärchenboot. Tauchen Sie das Glas immer tiefer ins Wasser, und drücken Sie damit das Boot mit den Bärchen nach unten. Ziehen Sie anschließend das Glas wieder vorsichtig nach oben. Überprüfen Sie mit den Kindern nun, was mit den Bärchen im Boot passiert ist. Sie werden feststellen, dass die Gummibärchen trocken sind, obwohl sie von Ihnen ins Wasser gedrückt wurden.

Erklärung: In dem Trinkglas ist nicht nichts, sondern Luft, und die verdrängt das Wasser. Denn auch unter Wasser beansprucht Luft Platz, und so bleiben die Gummibärchen in der Lufthülle des Trinkglases trocken.


Fingerspiel schon für die Jüngsten


Schon Kinder ab 2 Jahren lieben Fingerspiele. Eingängige Reime und aktives Mitmachen sorgen für Spaß und fördern Sprache und Koordination. Probieren Sie doch einmal ein neues Fingerspiel aus:

Die 5 Kitzelwichtel

5 Wichtel kommen gelaufen.
Hörst du sie keuchen und schnaufen?
Der dicke Wicht, der nickt dir zu.
Der 2. Wicht gibt keine Ruh.
Der 3. Wicht, der grinst und lacht.
Der 4. Wicht hat mitgemacht.
Der kleine ruft: „Sag, hörst du mich?
Ich komme jetzt und kitzle dich!“

Begleiten Sie den Reim durch Bewegungen. Heben Sie am Anfang die Hand, und wackeln Sie mit allen 5 Fingern. Schließen Sie anschließend die Hand zu einer Faust. Strecken Sie dann nacheinander Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger und den kleinen Finger nach oben. Am Ende kitzeln Sie mit den Fingern vorsichtig das Kind. Spielen mehrere Kinder mit, kann ein Kind am Ende seinen Nebenmann kitzeln.


Tipps für erfolgreiche Erzieherinnen


Gewähren Sie Einblicke, und überraschen Sie Eltern!

Haben Sie diese Woche mit den Kindern ein besonderes Gedicht oder neues Kreisspiel eingeübt? Dann lassen Sie Eltern doch spontan daran teilhaben. Bitten Sie während der Abholzeit die Eltern für einen Augenblick in den Gruppenraum. Verraten Sie im Vorfeld nicht, was sie gleich erwarten wird. Die Eltern können sich einen Platz im Gruppenraum suchen, während die Kinder sich sammeln und aufstellen. Jetzt dürfen die Kinder zeigen, was sie können! Mit dieser Überraschung machen Sie Eltern nicht nur eine Freude. Sie erhalten zudem „greifbare“ Einblicke in den Alltag ihrer Kinder. Ich wünsche Ihnen und den Kindern viel Spaß dabei und einen gelungene Überraschung.

Ordnungshilfen individuell und hilfreich selbst gemacht

Um das leidige Thema „Aufräumen“ kommen die Kinder auch in Ihrer Gruppe nicht herum. Leichter klappt es, wenn Kinder wissen, wo was hingehört, und alles schnell und einfach weggepackt werden kann. Dabei helfen Ordnungssysteme, die Sie mit den Kindern selbst herstellen können. Bereits vorhandene Kisten oder leere Kartons werden dafür von den Kindern individuell gekennzeichnet. Bitten Sie die Kinder zu überlegen, welche Spielsachen zusammen in eine Kiste gepackt werden können. Für jede Kiste malen die Kinder kleine Schilder mit dem passenden Oberbegriff, z. B. ein Bild mit einem Turm aus Bausteinen. Laminieren Sie die Schilder, und kleben Sie diese auf die jeweilige Kiste. Sortieren Sie anschließend mit den Kindern gemeinsam das Spielzeug in die entsprechenden Aufbewahrungsboxen ein. Nun weiß jedes Kind, was wohin gehört, und ist selbst beteiligt daran, System in die Sache zu bringen. Da macht Aufräumen vielleicht sogar Spaß!

Kopfschmerzen? So können Sie mit Wasser vorbeugen

Wenn Sie in Ihrem Beruf als Erzieherin häufig von Kopfschmerzen geplagt werden, kann das nicht nur an der meist hohen Lärmbelastung oder einem übermäßigen Arbeitspensum liegen. Oft ist Wassermangel die Ursache. Das Forum Trinkwasser e. V. empfiehlt daher, bei Kopfschmerzen ½–1 l zu trinken. Wenn Wassermangel der Grund für Ihre Kopfschmerzen ist, dann sollten die Schmerzen nach 30 Minuten, spätestens aber nach 3 Stunden zurückgegangen sein. Bevor Sie also zu chemischen Schmerzmitteln greifen, sollte Ihr 1. Griff zum Wasserglas sein. Ich wünsche Ihnen eine gesunde Woche und einen klaren Kopf.

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